Gespielt von: Christian
Volk: Gnom
Alter: 40
Klasse: Hexenmeister
Gottheit: Wee Jas
Level: 3
Gesinnung: Chaotisch-Böse
Baruun war noch ein kleines Kind, als seine Familie wie jedes Jahr mit ihrem
Wagen in die nahe gelegene Zwergenstadt fuhr um dort ihre feinsten Gemmen
feilzubieten. Seine Eltern waren bekannte Gemmenschleifer in der Gegend und
ihre Schmuckstücke waren sehr geschätzt.Sie mußten auf dem Weg ein kleines
Waldstück durchqueren, welches sie bisher immer recht schnell am Tage
durchquert hatten. Dieses Mal sollte es anders kommen. Ein lautes Krachen
und ein starker Ruck und ihr Wagen bleib stehen. Ein Rad war gebrochen.
Die Reparatur dauerte einige Stunden, so dass sie erst in der Dämmerung
den Wald erreichten. Schnell wurde es dunkel und bis zu den Zwergen waren
es noch einige Stunden. Alle waren erschöpft durch die schwere Reparatur
und hungrig.
Baruuns ältere Geschwister Tammia und Norik freuten sich über dieses
unerwartete Zeltlager und liefen in den Wald, um Holz fürs Lagerfeuer zu
sammeln. Da Baruun noch sehr klein war, er konnte grade eben Laufen, hatte
seine Mutter Erina ihn schon warm eingepackt und es ihm zwischen dem
Bettzeug der restlichen Familie gemütlich gemacht.
Plötzlich war ein lautes Gebrüll und Kindergeschrei aus dem Wald zu hören.
Aufgebracht lief Baruuns Vater Jarvin mit seinem Hammer in den Wald, um
nach den Kindern zu sehen. Es bot sich ihm ein Bild des Grauens. Tammia
war in eine mit vielen spitzen Holzpflöcken gespickte Grube gefallen und war
sofort tot. Norik lag nicht weit entfernt auf dem Boden und stöhnte leise.
Er war von vier Armbrustbolzen durchbohrt worden, als er versuchte seine
Schwester aus der Grube zu hieven. Baruuns Vater war erschüttert und
beugte sich über seinen Sohn und fragte nur:“Wer hat Euch das angetan?“
Norik brachte nur ein einziges gehauchtes Wort über die blutverschmierten
Lippen:“Goblins…“ und starb.
Als wäre sein letzter Atemzug ein Zeichen gewesen, sprang unter schrecklichem
Geheuel eine Horde Goblins aus dem Unterholz und stürzte sich auf Jarvin.
Jarvin kämpfte wie ein Berserker und erledigte mit seinem Hammer zwei der
Mörderbande, aber es waren einfach zu viele. Drei der Unholde rannten auf ihn
zu , um ihn nieder zu ringen, als der Vorderste plötzlich inne hielt und nach
hinten über fiel. Ein Pfeil zierte seine Brust. Hinter ihm ertönte die zornige
Stimme seiner Frau Erina:“Ihr Bastarde! Das werdet ihr bereuen!“. Sie schoss
zwei weitere Pfeile ab, wurde dann aber selbst von vielen Pfeilen getroffen und
sank leblos zu Boden. Die zwei anderen Goblins hatten Jarvin inzwischen
erreicht und und erschlugen ihn mit den Worten:“Deine Schätze sind jetzt unser!“
Unter johlendem Gelächter rannten sie zu Lager der Familie und plündeten alles.
Nur Baruun entdeckten sie zwischen den ganzen Decken nicht, sonst hätten
sie ihn auch umgebracht.
Am nächsten Tag fand eine Gruppe von Zwergenkriegern, die geschickt worden
waren, um die überfällige Gnomfamilie zu suchen, das verwüstete Lager.
Zornentbrannt brüllte ihr Hauptmann:“Dieses verdammte Dreckspack! In den
Wald, Männer und schnappt sie euch!“
Als die Krieger im Wald verschwanden, hörte der Hauptmann ein leises Weinen
aus dem Haufen, der vom Zelt übrig geblieben war. Schnell zog er die Zeltplane
und die Decken beseite und fand Baruun. Die Goblinbande war aber schon
über alle Berge.
Die Zwerge nahmen den kleinen Baruun bei sich auf. Baruun wuchs heran.
Er war ein unruhiges und verschlossenes Kind, ein dunkles Feuer brannte in
seinen Augen und seinem Herzen. Die Zwerge versuchten über die Jahre
immer wieder zu ihm durchzudringen und ihn in ihre Gemeinschaft einzubinden.
Als die Zwerge ihn über grauenvolle Schicksal seiner Familie aufklärten, war
er ausser sich vor Wut. Warum sie es ihm nicht schon früher gesagt hätten.
Bis dahin hieß es immer, seine Familie sei bei einem schweren Unfall ums Leben
gekommen. Baruun schwor sich seine Familie zu rächen. Keine Beschwichtigungen
der Zwerge konnte ihn aufhalten, so ließ man ihn ziehen.
So zog Baruun einige Jahre durch die Lande, um die Mörder seiner Familie zu
finden. Verbittert und voller Hass auf die Goblins suchte er nach einer
Möglichkeit, um seiner Rache Genugtuung zu verschaffen. Auf seinen Reisen
reifte er und heran und seltsame Dinge passierten ihm. Einmal entzündete sich
sein Lagerfeuer von selbst. Einen anderen Tag war er sehr hungrig und sah
einen Hasen durchs Gras rennen. Könnte ich ihn nur erlegen, wünschte er sich
und in dem Moment wurde seine rechte Hand eiskalt und ein hellblauer Strahl
schoss aus ihr heraus auf den Hasen. Der Hase erstarrte und fiel zu Boden.
Bald konnte Baruun diese und ähnliche Magie gezielt wirken und wurde immer
besser darin.
So ergab es sich auf seinen Reisen, dass er auf Elaisa Thorn traf, die ihn,
zusammen mit einigen anderen dunklen Gestalten anheuerte, um sie bei ihren
Machenschaften zu unterstützen.
Dabei ließen sich bestimmt einige dieser niederträchtigen Goblins zu Strecke bringen…