Von Eleisa über Durgan Stahlhand in die Flucht

Ein Hinweis vorweg, dies ist jetzt eine Erzählung im Zeitraffer, damit wir einfach mal wieder auf den aktuellen Stand kommen, daher verzeit mir wenn ich auf vieles nicht so genau eingehe. Einerseits weiss ich Einiges garnicht mehr so genau, andererseits wollen wir ja auch mal mit den aktuellen Abenteuern weiter machen.

Stand der „Gruppe“:
Von den bisher bekannten sind noch Ra´zul, Kudd El H´arris und Thora da. Gaan ist leider! bei einem Kampf gegen eine Gorgone versteinert worden und Kudd ist ganz ausversehen (wie konnte das nur passieren) gegengekommen und er ist in tausen steinsplitter zerfallen…. Daraufhin kam Orel (ein Magier) mit Leibwächterin… nun ja… hierzu gleich mehr. Sissslak hat uns verlassen (so weit ich weiss lebt er aber noch ;) ). Ausserdem ist Daboya neu dazu gekommen. Kennt ihr Bayran schon?
Na ja, also auf jeden falls sinds jetzt: Ra´zul, Kudd, Thora, Grasshnuk (ein Gnoll… der Name sagt doch alles), Daboya und Bayran.

Nun zu den Geschehnissen.

Eigentlich waren wir sehr zufrieden mit unserer Auftraggeberein Eleisa Thorn, leider kam dieser eingebildetete Schnösel Durgan Stahlhand daher und hat Eleisas Organisation einfach übernommen. Wir hatten die Wahl: bleiben und Durgans Fussvolk beitreten oder niedergejagt werden weil wir ja „zu viel wissen“… Super, was für eine Wahl! Nun gut, drei mal dürft ihr raten. Wir blieben.

Nun sollten wir uns bei Durgan erst mal bewähren und durften allerlei Kleinarbeiten erledigen. Die Bezahlung war in Ordnung, allerdings war er bei weitem nicht so fair wie Eleisa. Ich weiss nicht der wievielte Auftrag es war, als wir das erste mal versuchten nicht ganz aufrichtig zu ihm zu sein. Ursprünglich hatten wir nur den Auftrag irgendsoeinen Magier zu finden und den zu unterstützen. Als wir an der genannten Stelle ankamen war von dem Magier und seinen Leuten nix mehr übrig. Wir haben haber noch einige seiner Habseligkeiten gefunden, unter anderem ein Notizbuch worin stand wonach er suchte. Wir dachten uns also, wir können ja nicht einfach zurückkehren und sagen – Hey, der Magier ist tot. Hier ist sein Notizbuch -. Also beschlossen wir, das was der Magier gesucht hatte, selbst zu suchen.
Wir mussten uns durch skurrile Fallen kämpfen, fanden aber letztendlich das gesuchte Grab und den beschriebenen Gegenstand. Es war ein Zwergenhammer, der ganz offensichtlich magisch und besonders kostbar war. Davon abgesehen haben wir noch einige andere Gegenstände mitgenommen, auch eine Axt, die ebenfalls auf besondere Weise gearbeitet war und ein weiterer Hammer, den wir allerdings an kurzzeitige Verbündetet weggeben mussten.
Sehr mit uns selbst zufrieden sind wir also nach Voonlar zurück und haben uns mit dem Hammer bei Durgan Stahlhand präsentiert.
Anstatt sich zu freuen dass wir ihm die Unannehmlichkeit abgenommen haben noch jemaden zu schicken um diesen Gegenstand zu besorgen hat er uns über die anderen von uns gefundenen Sachen ausgefragt, vor allem über die Axt. Im stillen waren wir uns wohl alle einig… keiner von uns hat einen konkreten Hinweis gegeben was mit dieser Axt passiert ist, was Durgan, ganz offensichtlich, ziemlich missfallen hat.
Er gab uns ein ultimatum, er war sogar bereit, für den Kopf desjenigen der die Axt hat, ein Preisgeld zu vergeben.
Da Orel auf Durgans Angebot hin seit kurzem zu den Soldaten der Zenterim gehörte, mistrauten wir ihm sowieso, als er jedoch nach diesem unangenehmen Verhör bei Durgan zurück blieb, waren wir uns sicher er würde uns verraten.
Als er rauskam wartete Ra´zul schon auf ihn. Der Kampf blieb allerdings ohne einen Toten. Orel entschuldigte sich bei uns und mahnte uns vernünftig zu handeln. Wir sollten die Axt lieber abgeben.

Wir haben etwas darüber nachgedacht, über die Möglichkeiten geforscht Durgan aus dem Weg zu räumen…
Wir haben sie alle verworfen. Mit geduktem Haupt haben wir uns wieder hingeschlichen. Was für eine Demütigung!!
Und nun sollten wir auch erstmal wieder unseren guten Willen beweisen! Er liess uns also erstmal wieder Schmutzarbeit erledigen.
In diesem Zuge kam auch Daboya zu uns. Sie sollte uns für Durgan überwachen.

Nach einigen weiteren Expeditionen (auch in die Wüste, wo Daboya und Thora ordentlich Profit mit Handelswaren machten), hatte Daboya ein wenig ihre Wächter-Position verlassen und machte, aufgrund von Durgans nicht besonders umgänglichen Tons, eher mit uns gemeinsame Sache.
Bald kam es wieder zu einem Streit. Ra´zul war mal wieder der der seine Klappe nicht halten konnte und Durgan ungewöhnlich wütend machte. Erst haben nur Ra´zul und Durgan gekämpf, wir anderen griffen später ein.
Es entwickelte sich plötzlich alles sehr schnell in richtung Katastrophe. Mittlerweile waren Ra´zul und Durgan auf dem Hof angelangt, wir anderen folgten. Orel versuchte Ra´zul davon abzubrigen weiter zu machen, schlug sich dann auf Durgans seite, als er merkte Ra´zul würde nicht aufhören.
Daboya und Thora standen am Rand, doch dann, irgendwie einig, griffen sie beide zu ihren Armbrüsten und schossen auf Durgan. Dieser wandte sich wutentbrand zu ihnen und kam mit erhobenen Streitkolben auf sie zugestürmt.
Entsetzt streifte Daboya ihre Kapuze ab und…..!… für den Augenblick einer Sekunde stand alles still… Thora traute ihren Augen nicht… Durgan war zu Stein erstarrt. Als sie zu Daboya blickte, streifte diese grade wieder die Kapuze über.

Kurzer Hand entschieden wir uns, wir müssen Durgan wegschaffen. Leider hatten mehrere Soldaten im Hof zugesehen und wollte uns daran hindern. Thora griff ein in dem sie den Soldaten suggerierte, sie wollen Durgan nur zum entsteinern bringen.
In wirklichkeit, zerlegten wir in und versengten die Einzelteile im See. Und dann? Wir flohen. Die Soldaten die uns gesehen hatten, würden bestimmt bald meldung geben und dann, dann wären wir in keiner Stadt der Zenterim mehr wirklich sicher.

Wir flohen einfach erstmal in den nächsten Wald.
Erst drohte die ganze Gruppe zu zerfallen. Orel war eh zurückgeblieben, er war ja nun ein Soldat der Zenterim. Und keiner sah mehr einen Grund sich mit den anderen abzugeben.
Da bekam Thora von einem Dämon einen neuen Auftrag. Dieser bot sich an um die anderen mit einzuspannen, denn etwas Spaß oder Reichtum ist bei Thoras Aufträgen immer zu holen.

Die Gräueltaten die in den darauf folgenden Tagen auf einem Hof ehemaliger Helden von dieser Gruppe begangen wurde, werde ich hier nicht weiter ausführen. Es soll reichen zu sagen, das der Ort an sich die schlechte Energie gespeichert hat, so sehr haben wir da gewütet.
Thora hat sich dadurch ein paar Pluspunkte bei einem höheren Dämon gewonnen.
Zu sagen ist noch, in den Tagen in denen wir das Gehöfft beobachteten, stießen wir auf Grasshnuk. Aus uns unerklärlichen Gründen half er uns und begleitet uns seit dem.

Jemand fand eine Karte auf diesem Hof die uns Tief in den Cormanthor führte und dort suchen wir mit dieser Karte nach Schätzen. Bisher, war die Ausbeute eher Mager.

Du solltest einen Kämpfer anheuern, nicht eine FRAU!

Sissslack sprach wohl das aus was auch die Anderen dachten als Ra´zul nach einem Tag voller „Ich suche uns einen neuen Kämpfer“, mit einer überdurchschnittlich gutausehenden, Schwarzhaarigen, aber überhaupt nicht nach Kämpfer aussehenden, Menschenfrau wiederkam.

„Das ist Thora, …“ – Viel weiter kam Ra´zul nicht, dann Sissslack hatte kurzerhand beschlossen hatte, dass er die Fähigkeiten dieser Frau testen müsse. Er griff sie also an.
Nach dem er sie sofort getroffen hatte, war plötzlich alles um sie herum in Dunkelheit gehüllt. Sisslack nörgelte – „Sagt doch, dass du eine Magierin, oder so, bist. Aber du bist doch keine Kämpferin!“ – „Ich hab auch nicht behauptet eine Kämpferin zu sein“ – Erklang es von irgendwo hinter ihm – „Aber eine Magierin bin ich auch nicht“- hörte er als sich plötzlich irgendwas um seine Füße wickelte und ihn zu Fall brachte.

*Schnipp* Und die Dunkelheit war wieder aufgehoben. Sissslack entwirrte seine Füße, scheinbar hatte Thora ihn mit einer Schnur mit Kugeln dran überumpelt.

„Dann hätten wir das ja jetzt geklärt“ – Meinte Ra´zul nur – „Können wir dann mit unserem Auftrag weitermachen?“. Er wartete selbstverständlich nicht auf eine Antwort, sondern stapfte davon (Na ja, stapfen Elfen?).

Nach genügend Nachtruhe und dem erneuten Weg zum Wald mit den Eulen, standen sie nun wieder vor dem Baum. Diesmal jedoch, waren sie besser vorbereitet. Sie wussten nun dass sich im Wald eine Nymphe verbarg, sie mussten sie nur provozieren damit sie rauskam…

Sie stellten sich so auf, dass Ra´zul sich mit seinem Bogen bereithalten konnte um sofort angreifen zu können falls die Nympfe auftauchte und auch Gaan und Sisslack möglichst viel im Blick haben konnten. Thora und Kudd machten sich daran den Eulen habhaft zu werden.
Sie waren noch nicht einmal in der Baumkrone angekommen, als eine Rosenhecke um den Baum herum wuchs, der Baum Kudd abschüttelte und dieser in die Hecke fiel.

Wieder hörten sie die Stimme der Nymphe: „Verlasst diesen Wald und verschont seine Kreaturen!!“. Doch Ra´zul zielte bereits auf Sie und Gaan und Sisslack stürzten in ihre Richtung.
Thora setzte sich elegant über die Hecke hinweg und bewegte sich, Armbrust in Hand, ebenfalls in die Richtung aus der die Stimme erklungen war.

Sie hörten Gaan wütend schreien – „Ich bin Blind! Diese Hexe hat mich verzaubert!!“- Mittlerweile war er von Wölfen umringt und musste nun  Blind gegen diese Bestehen, auch Sisslack kämpfe hart. Anscheinend beschwor die Nymphe immer wieder weitere Wölfe die sofort angriffen.

Ra´zul und Thora konzentrierten sich ausschliesslich auf die Nymphe und namen sie unter Beschuss. Nach einer langen Zeit und nachdem Thora ebenfalls erblindet war und nur noch nach gehör schoss, hatte Ra´zul ihr endlich den finalen Schuss versetzt, die Nymphe brach zusammen und der Wald war still…

Nach dem sie Ihre Blindheit und Sisslacks Wunden mit Kreutern kuriert, bzw. notdüftig versorgt, hatten kümmerten sie sich nun endlich um die Eulen. Die eine Eule hatte es im Kampf erwischt und die andere war nun leicht zu fangen. So konnten sie nun doch noch alle Eier aus dem Nest nehmen.

Mit ihrer großen Beute machten sie sich auf den Weg zurück nach Voonlar um ihre Belohnung abzuholen.
Thora freute sich schon das es so einfach war von Eleisa Thorn, zumindest als Söldner, beschäftigt zu werden und so einen oberflächlichen Einblick in Ihre Geschäfte zu bekommen….

Eleisa

Eleisa Thorn war eine Menschenfrau von normalem aussehen und und nicht besonders kräftiger Statur, aber sie war intelligent und gerecht, weshalb sie auch einiges an Ansehen genoss. Sie führte ihre Geschäfte mit eiserner Faust, durchdacht, und duldete keine Insubordination.

Sie schritt im Zimmer auf und ab während sie auf Nachricht ihrer Leute wartete. War es endlich vorbei mit diesem Angeber Damored? Dieser Idiot hatte sich das ganze alleine zuzuschreiben. Wenn Ra´zul und Sissslak erfolgreich gewesen waren, dann hatte sie mit diesem Taugenichts keine Sorgen mehr.
Es klopfte an der Tür. – „Ja?“ – „Herrin, es ist erledigt.“ Sie nickte, und nachdem der Söldner die Tür wieder geschlossen hatte, setzte sie sich zufrieden in ihren Sessel.

Nach einigen Tagen kamen noch einige andere von den ehemaligen Söldnern von Damored zu ihr um sie um eine Stelle zu bitten, da waren eine Goldelfe, ein Minotaurus, ein Gnom und ein Mensch. Sie hatten scheinbar vorher schon mit Sissslak und Ra´zul zusammengearbeitet. Es würde sich zeigen ob sie was taugten, sie hatte auch gleich die richtige Aufgabe für sie.

„Wo sagtest du nochmal sollen diese verflixten Eulen sein?“ – der Minotaurus war etwas ungeduldig; seit Stunden rannten sie durch diesen blöden Wald. Man hatte ihnen gesagt dass sie hier die Eulen und ihr Nest finden würde, aber wo waren diese Vögel? – „Woher soll ich das wissen?“ – meinte Ra´zul genervt. – „Die müssen irgendwo in dieser Gegend des Waldes sein, da es Rieseneulen sind werden sie wohl kaum zu übersehen sein.“
Er hatte recht, bald entdeckten sie die riesigen hoch oben in einem Baum auf ihrem Nest schlafen.

Sie überlegten sich, dass es am günstigsten wäre, wenn sie die Eulen irgendwie mit einem seil so verhindern, dass sie ungestört an die Eier kommen, also versuchten sie mit vereinten Kräften ein Seil als lasso zu präparieren welches Kudd dann oben um die Eule schlingen sollte. Als Kudd in Position war hörten sie eine Stimme aus dem Wald – „Lasst die Tiere und diesen Wald in Ruhe und geht!“ Verdutzt schauten sie sich an, sie dachten ja garnicht daran mit leeren Händen zurückzukehren, also versuchten sie die Ursache der Stimme auszumachen.

Die Eule, die nur so getan hatte, als ob sie schliefe, hackte nach Kudd, so dass dieser vom Baum viel, und wer auch immer hinter der Stimme aus dem Wald steckte, hatte auch angefangen zu handeln. Um den Baum herum wuchs eine Dornenhecke die Kudd so umschlang dass dieser sich nur äusserst verletzt von ihr trennen konnte. Währenddessen hatten die anderen sich in richtung Stimme bewegt und konnten eine Frau ausmachen.

Ehe sie es sich versahen waren sie von Wölfen umringt und mussten um ihr leben kämpfen. Ra´zul und Laila versuchten, jeder von einer anderen Seite, an die Frau heranzukommen um sie zu eliminieren, doch vielen ihre Kameraden bereits wie die Fliegen und Laila selber wurde von einer komischen holzigen kleinen Kreatur angegriffen, die ihr schwer zusetzte. Noch einen Pfeil schoss sie ab, dann wurde sie ein letztes mal getroffen und sank sofort tot zu Boden. Ra´zul nahm dies mit genugtuung zur Kentniss und traf die Waldfrau mit einem gezielten Schuss. Diese sank ebenfalls zu boden und verschwand. Damit war der Kampf vorerst beendet.

Inzwischen hatte Kudd, der sich scheibar die ganze Zeit eher im hintergrund gehalten hatte, um die verletzen gekümmert, heisst, er hatte Sissslak den Trank den er bei ihm gefunden hatte eingeflösst.
Nun gingen sie alle zu Laila, nachdem sie ihren Tod überprüft hatten nahmen sie sie buchstäblich auseinander, bzw. der Minotaurus und der Hexenmeister taten dies. Gaan nahm sich ihren Kopf um daraus einen Schrumpfkopf zu machen und Baruun fand verwendung in einigen Innereien die er zur Zauberverstärkung verwenden konnte. Ihre Gegenstände nahmen sie selbstverständlich auch mit. Darunter befanden sich, wie Ra´zul feststellen musste, einige gut präparierte Pfeile, vermutlich mit starkem Gift, denn sie waren sorgsam eingewickelt. Ob er das Ziel dieser Pfeile hatte sein sollen?
Das war nun egal, denn er war endlich diese hochnäsige Goldelfe los…

Nun mussten sie erstmal in die Stadt zurückkehren, denn sie waren zu wenige und zu verletzt um jetzt noch gegen die Eulen zu kämpfen und diese Frau, vermutlich eine Nymphe, würde vielleicht auch wieder auftauchen. Sie mussten sich entsprechend vorbereiten.

Der Verrat

Eines Abends, als sie in den Gemeinschaftsräumen waren, gab es vorne am Eingang zu dem Komplex einen großen Tumult.

Laila und Kudd, die sich gerade mit dem „Neuen“ unterhielten sahen auf. Auch der sogenannte „Neue“, der eigentlich ebenfalls schon eine Weile für Damored arbeitet und ein Minotaurus von stattlicher Größe war, blickte in richtung Ausgang. Irgendwas ging da vor sich…
Plötzlich ging alles ganz schnell, die Türen flogen auf und sie wurden offensichtlich angegriffen, jedenfalls erklangen um sie herum Geräusche von Kampf. Gaan, der Minotaurus, ergriff sofort seine riesige Axt und schtürmte in den anliegenden Raum in dem Sissslak bereits mitten im Kampf war.

Laila und Kudd gingen zu der anderen Tür die auf den Gang führte um zu sehen was los war; kaum streckten sie ihren Kopf raus, flog ein Pfeil haarscharf daran vorbei; sie zuckten zurück. Ihnen genau gegenüber war die Tür zu dem Zimmer Damoreds. Kudd setzte mit einem Satz hinüber und drückte sich dort in den Rahmen um schutz vor den Pfeilen zu finden. Laila schoss ebenfalls mit ihrem Bogen in die Richtung aus der die Pfeile kamen, die dann nachliessen.

Sie ging den Gang hinunter um sehen wer die Angreifer waren. Als ihr einer begegnete, hob sie die Hände um zu zeigen dass sie nicht vor hatte sich ihnen entgegen zu setzen; der Mann schaute sie an und huschte vorbei. Laila wusste genau was sie jetzt tun würde, sie würde abwarten bis Damored gezwungen war seinen Raum zu verlassen und dann die Gelegenheit nutzen um ihm das Amulet abzunehmen, was man ihr aufgetragen hatte zu beschaffen.

Ra´zul huschte vom Eingang des Komplexes weg in eine Seitenstrasse, das hatte alles geklappt wie geschmiert, nur musste er jetzt erstmal verschwinden bis die Leute von Eleisa fertig waren und Damored keine Rache mehr an ihm nehmen konnte. Zufrieden mit sich selbst verschwand er in den Schatten der Häuser.

Auch Sissslak war mit sich zufrieden, alles hatte gut geklappt und die anderen hatten nicht einmal wahrgenommen dass er nicht die Angreifer sondern die eigenen Leute bekämpft hatte, aber scheinbar hatten sich Laila und Kudd auch nicht gerade verausgabt, nur der Minotaurus hatte loyal gekämpft und vielleicht der kleine Hexenmeister…

Ein paar Tage später trafen sich Gaan, Kudd, Laila und Baruun. – „Der Drow, und Sisslak waren die Verräter“- verkündete Laila. – „Aber wir haben jetzt keinen Auftraggeber mehr…“ – „Wir könnten ja bei denen anheuern die Damored angegriffen haben.“- merkte Kudd an. Die anderen nickten, das wäre wohl das beste…

Schmutzige Geschäfte

Nach dem sie den letzen Auftrag so erfolgreich durchgeführt hatten, wurden sie fest in die Dienste ihres Auftraggebers übernommen, mit festem Gehalt, Zugang zu den Personalräumen und geregelten Mahlzeiten; dafür erledigten sie aber auch enige kleinere Aufgaben. Eigentlich war es ganz friedlich, wenn nicht diese ständige Spannung zwischen Laila und Ra´zul gewesen wäre jedesmal wenn sie sich in einem Raum begegneten. Laila, Kudd, Ramas und Baruun liesen es sich gut gehen, Sissslak war überwiegend irgendwo wo er sich wohler fühle, und der Drow, na ja, wer weiss schon was mit dem Drow war, zum Glück sah Laila ihn nur selten.

Ein paar Tage vergingen noch bis sie wieder zu Ihrem Auftraggeber gerufen wurden, nun ja, und nun, anstatt das Leben zu geniessen standen sie in dieser stinkenden Kanalisation dessen Geruch man sicherlich nie wieder los wurde.
Laila seufzte, was zur Folge hatte, dass sie sich hektisch wieder ihr parfümiertes Taschentuch an die Nase drückte, dies war eine Zumutung!

Sie krabelten also durch diese Gänge, um irgeneinen Boten mit einer Kiste zu finden, die scheinbar wertvoll war. Von dem Boten würden sie sicherlich nichts mehr finden, mit Glück aber die Kiste. Sicherlich hatten irgendwelche Kobolde diesen unfähigen Mann überfallen, und nun würden sie dran glauben!! schon allein dafür das Laila hier durch diesen Dreck gehen musste…

Nach einer Weile sahen sie Licht und hörten Stimmen hinter einer Biegung in einem Gang der rechts von dem in dem sie waren, abzweigte. „Wir sollten nachsehen“ – Sagte Ramas. Die Gesichter die ihn anblickten zeigten gleichgültigkeit, scheinbar waren sie nicht ganz seiner Meinung. – „Dann gehe ich eben alleine und ihr wartet hier“. Er verschwand im Gang.
Nach dem er um die Ecke war, hörte man das wahrscheinlich einige Kobolde anfingen etwas lauter irgendein Zeugs zu brabbeln, dann hörte man einige Schreie, kurz Stille und dann noch einen schmerzerfüllten Schrei von Ramas, gefolgt von Keuchen. Sie Gefähren schüttelten den Kopf. – „Hm.. vielleicht sollte ich nachsehen was er angestellt hat“ – meinte Laila. Sie verschwand ebenfalls hinter der Biegung. Dort fand sie zwei tote Kobolde vor, anscheinend von irgendeinem Zauber Ramas verbrannt, und Ramas selber mit dem Bein in einer Bärenfalle. – „Dich kann man auch nicht alleine lassen…“ – meinte sie dazu nur. – „Halt still, ich hol dich raus“.
Leider hatte sie wohl heute nicht ihren besten Tag erwischt, wen wunderts, bei diesem Gestank konnte man sich kaum konzentrieren…, jedenfalls hebelte sie die Falle auf, jedoch entglitt sie ihr und schnappte wieder zu. Ramas schrie dass es durch Mark und Bein ging. – „Das hast du mit Absicht gemacht!!!“ – „Ups! Ich probiers nochmal“. Diesmal schaffte sie es, aber Ramas Bein sah übel zugerichtet aus.

Nach einer Weile fanden sie einen Durchbruch ein einer der Wände der Kanalisation und fanden ein Koboldlager vor. Es lagen viele Säcke gehäuft rum, allermöglicher Trödel und mehrere Kisten. Doch plötzlich hörten sie ein Geheule direkt hinter ihnen, und ehe sie es sich versahen waren sie umzingelt von Kobolden! Jeder versuchte sich irgendwie in Deckung zu bringen, denn bei den Kobolden war ein Schamane der mit Donnersteinen nach ihnen warf.

Es flogen Pfeile und Steine und es schellte Metall auf Metall, jeder versuchte so gut es ging sich zu verteidigen und vor allem möglichst schnell diesen Schamanen auszuschalten. Dies gelang ihnen dann auch endlich und nach und nach vielen die Kobolde.

Nach dem Kampf sah Ra´zul sich um, unter anderem in der Hoffnung Laila hätte es erwischt, aber leider war sie nur verletzt und auch Sisslak und Kudd, sowie Baruun standen noch. Nur Ramas hatte scheinbar die volle Wucht eines Donnersteins abbekommen, und da er sowieso schon verletzt gewesen war, war er nun tot. Nach dem sie dies festgestellt hatten und auch die gesuchte Kiste gefunden hatten, steckten sie alles was zu gebrauchen war ein, einschliesslich den Sachen von Ramas und verliessen dieses stinkende Loch wieder.

Bestrafe einen, erziehe hundert

Kudd und Laila taten so als ob sie dort zufällig vorbeischlenderten und dieses Prachtwerk von Haus voller erstaunen bewunderten. So gelang es Ihnen mit der am Tor aufgestellten Wache ein Gespräch anzufangen.

„Wessen Haus ist dies?. Wahrlich ein sehr geschmackvoller Bau!“ – Laila lächelte die Wache an.
„Dies ist das Haus vom Händler Elmar Eichengrün. Was wollt Ihr?“ – Die Wache schien etwas misstrauisch. – „Och, ist reine Neugierde. Mit welchen Waren handelt er denn?“.

Während Laila versuchte möglichst viel Informationen aus der Wache herauszubekommen, sah sich Kudd das Haus und die sichtbaren Sicherheitsvorkehrungen etwas näher an. Von hier waren 2 Wachen sichtbar, die mit der sich Laila unterhielt und eine die scheinbar auf der anderen Seite des Gebäudes auf und ab ging Außerdem war eine hohe Mauer um das ganze Grundstück gezogen. Es schien aber hinten einen Eingang für Bedienstete zu geben, da Kudd sah, dass eine Magd, nach hinten hin, das Grundstück verließ.

Kudd und Laila gingen ihren weg weiter, Richtung Marktplatz.
„Die Wache konnte mir nicht wirklich viel sagen… Scheinbar ist aber der Herr des Hauses nicht in der Stadt und es sind nur seine Frau, die Kinder und eben die Bediensteten im Haus.“ – „Die Bewachung scheint nicht extrem stark zu sein“ – ergänzte Kudd. – „Hab nur eine andere Wache gesehen, und scheinbar haben die Bediensteten einen Schlüssel für ein hinteres Tor.“ – „Wir sollten das den anderen schon mal mitteilen, damit wir uns bei der Beobachtung auf die Angewohnheiten der Bediensteten und den Wachwechsel konzentrieren können.“

Kudd ging also in einem Bogen wieder Richtung Villa um die Stellung zu halten, während Laila die anderen aufsuchte um die Informationen mit ihnen zu teilen.
Sie beschlossen das ganze noch einige Tage zu beobachten. Außerdem sollte Laila sich mit der Frau des Händlers anfreunden um evtl. einfacher ins Haus zu gelangen.

Nach einiger Zeit schmiedeten sie einen Plan, einen recht einfachen Plan, damit nicht all zuviel schief gehen konnte.

Wenn sich Laila nun mit der Herrin des Hauses angefreundet hätte, wäre es ein leichtes für Sie immer wieder ins Haus zu gelangen. Unbeobachtet von den Wachen oder den Bediensteten. Das würde sicher nicht von jetzt auf gleich geschehen, aber sie hatten ja auch ein wenig Zeit.

So wartete Laila am nächsten Tag auf dem Marktplatz auf die Frau um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Es dauerte eine Weile aber schließlich war sie im Blickfeld von Laila und sie begann ihr zu folgen. Die Frau schlenderte ganz gemächlich von einem Stand zum anderen und schaute sich allerlei Sachen an. Von Obst und Gemüse über kleinere Handwerkswaren und den Gaumenfreuden an einigen der Stände die Kuchen und Gebäck verkauften, welches oftmals frisch am Stand hergestellt wurde. An einem dieser Stände blieb sie länger stehen und bot damit die Gelegenheit für Laila. Sie trat neben sie und schaute sich selber kurz an welche Kuchen es dort gab.

„Entschuldigen Sie“, Laila drehte sich direkt zur Frau und zeigte Ihr ein bezauberndes Lächeln, “können Sie mir vielleicht einen kleinen Tipp geben, welche dieser Köstlichkeiten ich mir nicht entgehen lassen sollte?“ Erstaunt blickte sie zu Laila und ihre Augen wurden sogar ein Stück größer als sie sah das sie neben einer wunderschönen Goldelfe stand. Diese sah man nur sehr selten und dann musste man auch viel Glück haben. Denn Goldelfen reisten nicht so durch die Lande wie die anderen ihres Volkes. „Natürlich! Es wäre mir eine Freude und Ehre Ihnen hierbei behilflich zu sein.“ Diese Gelegenheit mit einer Goldelfe ins Gespräch zu kommen, wollte sie mit Sicherheit nicht verstreichen lassen.

„Ich heiße Laila.“, und schon streckte sie Ihr die Hand entgegen. „Rila. Es ist mit ein Vergnügen Ihre Bekanntschaft zu machen.“- „Ganz meinerseits. Was meinen sie Rila, ob wir uns diese kleinen Köstlichkeiten nicht zusammen schmecken lassen? Es gibt doch sicher hier irgendwo eine Möglichkeit um sich gemütlich nieder zulassen. Ich kenn mich hier leider in der Stadt noch nicht so gut aus.“- „Leider sind die Örtlichkeiten hier in den Strassen nicht so gut dazu geeignet. Sie können aber mich aber gerne zu meinem Anwesen begleiten. Das bietet die perfekte Umgebung dafür.“ -„Sehr gerne.“ Das ging ja einfacher als gedacht, ging es Laila durch den Kopf. Wer hätte denn ahnen können das die so schnell darauf anspringt.

Nachdem die beiden Frauen dann noch einen weiteren kleinen Kuchen gekauft hatten verließen sie den sehr zufriedenen Händler. Sie schlenderten langsam in Richtung des Anwesens von Rila und verbrachten den Weg dorthin mit ihrer Unterhaltung. Rila war wirklich sehr angetan von der Goldelfe. Wenn sie das Ihren ganzen Freundinnen erzählen kann, werden diese sie beneiden. Umso erfreulicher auch noch das sie in Begleitung dieser zu Ihrem Anwesen unterwegs waren. Das würde sicherlich sehr interessant werden, an den Weißheiten Lailas teilhaben zu können. Wer weiß wie viel sie schon gesehen und erlebt hatte.

An der Villa angekommen, gingen sie direkt an der Wache vorbei. Der schaute zwar ein wenig verdutzt als er Laila wieder erkannte, sagte aber nix. So gingen die beiden den mit hellen Kies auslegten Weg entlang. Vorbei an gepflegten Bäumchen und Sträuchern die wohl immer wieder die liebevolle Hand eines Gärtners zu spüren bekommen. Alles war an seinem Platz und nichts dem Zufall überlassen. In einem der hinteren Bereiche des Gartens konnte man eine Gartenlaube durch die Bäume schimmern sehen. Im Frühling und Sommer sicher ein Genuss dort zu sitzen und zu entspannen.

Kaum an der doppelflügeligen Tür des Hauses angekommen wurde diese auch schon von einem Menschen geöffnet der sich höflich verbeugte und die beiden Frauen einließ.

To be continued…

Das zweite Zusammentreffen

Es vergingen einige Tage bis der Händler sie wieder kommen lies um ihnen einen weiteren Auftrag zu geben, in dieser Zeit gingen sich alle gepflegt aus dem weg, was wollte man schließlich mit den anderen Taugenichtsen zu tun haben…

Dann wurden sie wieder zu einem Treffpunkt geordert. Nach und nach trafen sie alle ein.

“Eure letzte Aufgabe habt ihr recht gut gelöst.” – “Diesmal sollt ihr einen Konkurrenten von mir beobachten. Er hat ein Lagerhaus hier in Voonlar am Hafen, und ich weis dass er seit einiger Zeit irgendeine Ware schmuggelt.” Er sah sie eindringlich an – “Ich will wissen was es ist. Findet es heraus!” – Dann ging der Händler hinaus.

Sie sahen sich alle an. Sie wussten dass ein Alleingang, wie bei dem Auftreiben des Geldes, in diesem Falle nicht ratsam wäre, jedoch war keiner bereit mit den anderen zusammen zu arbeiten.
So gingen sie erstmal los um sich das Lager des zu überwachenden Händlers anzuschauen.

Das ganze artete in einer reinen Katastrophe aus. Der Echsenmensch tauchte in das Kanalsystem unter dem Warenhaus, nur um an einem Gitter zu scheitern. Während der Drow gewandt über die Dächer auf ein Nachbarhaus kletterte um in das Lager einzusteigen, um sich die gelagerten Waren anzusehen. Sicherlich ein guter Plan, wenn alle zusammengearbeitet hätten, so jedoch, war keiner da, der sie gewarnt hätte dass Wachen kamen; und so wurden sie benahe entdeckt, mussten aber erstmal hilflos im Kanalsystem bzw. auf dem Dach abwarten.

Alle arbeiteten mehr gegeneinander denn miteinander, und so, obwohl Laila, in gekonnter Verkleidung, nach dem sie den vermummten als verdächtigen abgeliefert hatte, den Inhaber des Lagers fast überzeugt hatte dass sie auf seiner Seite war, fielen sie alle in seine Hände, wurden gefesselt und zurückgelassen, während er sich mit seinen Leuten und den Waren aus dem Staub gemacht hatte.

Entsprechend war der Zorn des Auftraggebers und es gab selbstverständlich keine Bezahlung. Sie hatten nicht nur, keine Informationen für Ihn, sie hatten den anderen auch noch so verscheucht dass auch nichts mehr zu holen war.

“Dennoch will ich Euch noch eine Chance geben.” – Sagte er. – “Enttäuscht mich diesmal nicht! Es gibt Jemanden, der der Meinung ist, er könne sich erlauben was er will. Dem sollt ihr ein Denkzettel verpassen. Geht hin und zündet sein Haus an. Er selber soll am Leben bleiben, und erfahren wem er das Unglück zu verdanken hat.” – “Sein Haus findet ihr bei den nördlichen Herrenhäusern.” Daraufhin stellte er noch eine Kiste mit 6 Brandsätzen auf den Tisch. Ra´Sul war so frei und nahm die Kiste sofort zu sich. Dann verließ ihr Auftraggeber den Raum und ließ sie mit ihren Überlegungen alleine.

Jeder von ihnen wusste, dass dieser Auftrag wohl nicht ohne Planung funktionieren könnte. Denn sonst würde er wohl in genauso einem Desaster enden wir der davor.

Sie blickten sich alle an und man sah an ihren Augen wie es hinter ihnen arbeitete. Keiner wollte klein beigeben und sich irgendwie dem anderen unterordnen. Jeder für sich wollte das Unternehmen anführen und sich somit die Lorbeeren dafür schnappen, wenn alles klappt. Als die Stille immer länger wurde, ergriff Ra’Sul das Wort. „Wir sollten das diesmal besser absprechen. Wie wir es machen und vor allem wer was tut!“ und ließ den Blick in der Runde schweifen. Bei Laila blieb sein Blick etwas länger hängen, aber das schien niemand zu bemerken. „Das ist sicherlich richtig“, meinte Kud’ El, „aber man sollte schon wissen wer was kann.“ „Wir können jedenfalls sehr gut gegeneinander arbeiten“, kam es zynisch von Laila. „Anders kann man das Desaster vom letzen mal nicht nennen. Ein Wunder das ihr noch lebt, auch wenn es um einige sicher nicht schade wäre.“ und blickte Ra’Sul direkt in die Augen. Bevor das ganze nun wieder in einem Streit ausartet der womöglich noch in einem Waffengang endet, schaltete sich Kud’El schnell ein. „Ok ok, lassen wir das. Hat jemand einen Plan oder besser eine Idee?“ sprach der lange Mantel und lehnte sich an die Wand. Ra’Sul war der erste von ihnen der eine Idee vorbrachte. Man solle erstmal das Haus beobachten um die Tages- und Nachtabläufe zu sehen. Dann kann man weiter sehen. Am Tage sollten das Laila und Kud’El machen und in der Nacht Ra’Sul und Sissslak. Und da niemand etwas anderes vorbrachte, verließen sie den Raum um sich darauf vorzubereiten.

Kurze Zeit später trafen sich die Goldelfe und der Mensch wieder um sich direkt auf den Weg zur Villa zu machen. Sie zwängten sich durch die vollen Straßen, vorbei an missgelaunten Stadtwachen, fluchenden Händlern und Bettlern um schließlich das gesuchte Haus zu erblicken. Ein zweistöckiger Traum von Architekturkunst umrahmt von einem 2 Meter hohen Zaun.

Der erste Auftrag

Es war ein ganz typischer Tag in Voonlar, Karren wurden durch die Straßen geschoben und er herrschte reges Treiben. Wie viele Reisende und Abenteurer suchten auch unsere Hauptpersonen eine Anstellung mit der ein wenig Geld zu verdienen sei.

Am Abend erwartete ein Händler einige „Neue“ die einen Auftrag bekommen sollten, einen Job den er einerseits seinen Leuten nicht geben wollte und der andererseits dazu diente die neuen auf die Probe zu stellen.

Laila, eine noch recht unerfahrene Goldelfe, die von ihren Leuten verbannt worden war weil sie wichtige Dokumente gefälscht und damit ihrer Familie schande gebracht hatte, machte sich auf den Weg zu dem angegebenen Treffpunkt. Sie dachte sich, es wäre sicherlich leicht gemachtes Geld, wenn man für einen Händler arbeitet, vor allem für einen Menschen, sind doch alles unintelligente Barbaren.

Als sie jedoch dort ankam und das Zimmer betrat, bekam sie einen Schreck und hatte schlagartig ihre ersten Zweifel ob sie sich den richtigen Job gesucht hatte. Sie drehte auf der Stelle um und verliess eilig wieder das Haus. Das war ja ungeheuerlich, wie konnte dieser Mensch so dumm sein, er hatte warhaftig einen Drow zum selben Treffpunkt wie sie zitiert. Sie musste schnell ihre Waffen holen!

Belustigt sah Ra´Sul wie die gerade in das Zimmer getretende Goldelfe den Raum wieder fluchtartig verließ. Der Schock der kurz in den Augen zu sehen war sprach Bände. Aber er selber war auch Überrascht darüber das er mit einer Goldelfe zusammen zu diesem Treffen geladen worden war. So einen Fehler sollte man nicht erwarten, vorallem nicht von jemanden der in der Position ist, andere Leute zu kommandieren.

Als sie wieder im Haus ankam, stellte sie fest das auch noch andere da waren, ein Mensch, scheinbar ein Magier, wie seine roten Roben vermuten liessen. Ein Gnom, eine stark vermummte Gestalt, vermutlich auch ein Mensch, ein Echsenmensch mit einem Dreizack, und der Drow, der nun auch die Waffen gezogen hatte.

Laila und Ra´zul gingen auf einander los, plötzlich funkelten Lichter zwischen ihnen und Laila war wie gelähmt. Doch dies ging alles in Sekunden vorbei, Ra´Sul drehte sich zu dem Gnom um und streckte ihn mit einem Schwerhieb nieder. Laila konnte sich nun wieder bewegen und ging ebenfalls auf den Gnom los, doch dieser schien tot zu sein.

Nach diesem Aufruhr, in dem sich von den anderen keiner gerührt hatte, ging Laila auf die eine Zimmerseite und Ra´Sul auf die andere. Sie warteten schweigend auf ihren Auftraggeber.

Nach kurzer Zeit betrat ein Mann das Zimmer, er war relativ gut gekleidet und schien nichts von den Spannungen im Raum zu bemerken.
„Es gibt einen Händler, der unter meinem Schutz steht, aber seiner Zahlungspflicht nicht nachkommen will. Geht hin und besorgt mir die 1000 Goldmünzen die er mir schuldet. Er soll am Leben bleiben“
„Ihr habt bis heute Abend zeit, dann kommt mit dem Geld wieder her.“
Er beschrieb ihnen noch wo der Händler zu finden ist. Darauf verließ er das Zimmer.

Fast gleichzeitig gingen alle los um den genannten Händler aufzusuchen. Jeder wollte der erste sein und den Erfolg für sich alleine reklamieren.

Beim Händler angekommen stürmten sie regelrecht seinen Laden. Als er nicht sofort das Geld rausgeben wollte wurde er von dem vermummten Kaputzenträger heftig geschüttelt und bedroht, bis er endlich meinte er habe noch 200 Gm, aber wirklich nicht mehr.
Darauf mischte sich Ra´zul ein – „Unser Auftraggeber fordert dieses Geld ein. Wenn du nicht bezahlst, wirst du vermutlich sterben, also sammel das Geld zusammen, zur not verkaufe ein paar wertvolle Gegenstände.“

Die anderen hatten bereits angefangen das Haus zu durchsuchen und fanden einige Wertgegenstände. Nach dem sie diese Verkauft hatten und dem Händler noch ein anderes Geldversteck eingefallen war, hatten sie die 1000 Gm zusammen. Ra´zul hatte das Geld an sich genommen, was Laila nicht gefiel, jedoch bezahlte der Auftraggebern jedem das gleiche, es wäre also egal gewesen wer die Arbeit macht.